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Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

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Geld finden

Oho, wünschen wir uns das nicht alle? Und alle haben wir wohl auch schon mal Geld verloren. Und wiedergefunden. Oder versteckt und vergessen und hoffentlich gefunden. Wo?

 

Im Strumpf, unter der Matratze, in der Hosentasche (nach dem Waschen, örks). Da gibt es den Not-Euro für den Supermarkteinkaufswagen, der sich nur dann findet, wenn der Einkaufswagen gar keinen Euro braucht. Oder das in Weihnachtskarten platzierte Scheinchen, das im Trubel der Feiertage beiseite gelegt wird und erst mit dem nächsten Aufräumwahn zum Vorschein kommt.

 

Geldfindetipp 1:

Niemals Weihnachtskarten einfach weg-, sondern immer erst noch mal einen Blick hineinwerfen.

 

Geld auf der Straße finden ist dagegen selten geworden. Finden Sie nicht auch? Ich habe schon lange kein Geld mehr draußen gefunden. Vielleicht sind die Menschen achtsamer geworden, oder die Geldbörsen besser. Apropos, ich habe viele lustige Begriffe für diese kleine oder größere Tasche gefunden, in der Geld aufbewahrt und transportiert wird.

Geldbeutel, Geldbörse, Portemonnaie bzw. Portmonee und Brieftasche kannte ich. Geldsäckel habe ich zumindest schon mal gehört. Krötenknast, Zwiebelleder und Vergütungstüte waren mir gänzlich neu und nicht so richtig sympathisch, allesamt. Mit dem Geldbeutel bin ich groß geworden, so heißt das Ding mit dem Geld bei mir. Aber jedenfalls, es geht ja ums Finden, also:

 

Geldfindetipp 2:

Augen auf (den Boden) und jeden Cent geehrt. (Diese Freiheit, damals, als Kind, eine Mark zu finden oder vielleicht sogar fünf, und damit ungeahnte Köstlichkeiten kaufen zu können. Herrlich.)

 

In den Strumpf habe ich übrigens noch nie gespart, und als Kind habe ich immer versucht, mein Sparschwein (das ein Häuschen war) heimlich aufzubrechen. Heute habe ich nach Jahrzehnten wieder ein echtes Sparschwein, und wissen Sie was? Das macht mir riesige Freude, es mit einem Cent oder 50, einem Euro oder zwei zu füttern. Und irgendwann den Plastiknupsi im Bauch rauszuholen und den Sparschweinbauch zu leeren und mich über das ganze viele Geld zu freuen, das sonst wie von Zauberhand einfach irgendwo verschwunden wäre. Deshalb …

 

Geldfindetipp 3:

Gönnen Sie sich ein Sparschwein. Der neue Freund verhilft Ihnen zum Nichtrauchen oder zum nächsten Urlaub oder auch nur zum nächsten Buch oder zum neuen Mantel oder was immer Sie gern hätten, wozu Ihnen aber noch das Geld fehlt.

Sparschwein im Adventskalender von Fräulein Ideenfinderin

 

Und dann sind da noch die Momente, in denen wir eine Münze (oder mehr) ganz überraschend in der Tasche, in der Hose, im Fußraum vom Auto finden. Das ist doch das beste Geld, nicht wahr? Ab damit ins Schwein.

 

Feinen 5. Dezember und viel Schwein wünscht

Ihr Fräulein

Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein Walzer: freie Texterin, Konzeptionistin und Selbstmarkenexpertin. Und Brillenbloggerin. Und Fußballautorin. Ich schreibe privat seit etwa 30 Jahren, texte beruflich seit 1997 und bin selbstständig seit 2010.

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