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Sandra Walzer, Fräulein Ideenfinderin

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Zu Nikolaus kommt etwas besonders Feines in den Stiefel.

 

Als Yogafräulein bin ich leidenschaftlich gern auf der Matte, und in diesem Zusammenhang habe ich herrlich wohltuende Tipps gefunden, wie Sie sich heute, während der gesamten Vorweihnachtszeit und sogar noch am Weihnachtsmorgen so richtig yogisch etwas gönnen können. Natürlich funktioniert all das auch danach ganz wunderprächtig, ist aber in dieser Zeit des Lichts und der Besinnlichkeit besonders schön.

Probieren Sie’s mal mit Sanskrit

Auch, wenn es auf den ersten Blick unaussprechlich scheint: Hinsehen und Üben lohnen sich. Zum Beispiel auf diese feine Sammlung von Sanskrit-Begriffen, passend zu den bevorstehenden Festtagen. Irgendwie bringen mich die Begriffe auf Sanskrit dem Yoga viel näher, und weil Yoga sowieso ja noch viel mehr ist als nur „Turnen“ und ich darüber sehr lange sehr ausführlich schreiben könnte, kürzen wir besser ab. Nur so viel: Sanskrit hat für mich etwas Erhabenes, sehr Altes, sehr Modernes und sehr Feierliches. Und damit passt es wunderbar in ein Adventskalendertürchen. Jai Namasté. (Und was das heißt, lässt sich nicht in zwei Worten übersetzen. Nehmen Sie es einfach als „Das Licht in mir grüßt das Licht in Ihnen“. Wenn Ihnen das allerdings zu spirituell ist – dann lesen Sie es einfach als ein „mit wohlgesonnenen Grüßen“.)

Verknoten auf der Matte gegen die Knoten im Kopf

Die Yogaposen, also jene Verknotungsszenarin, von denen Sie vielleicht die eine oder andere kennen, heißen Asanas. Eine Asana ist ein Haltung oder Figur, ein Sonnengruß zum Beispiel besteht aus einer Serie bzw. einem Ablauf von zwölf Asanas (je nach Ausführung auch mehr). Alles klar? Oder im Kopf schon verknotet? Wenn Sie ein wenig Erfahrung mit Yoga haben, aber trotz der noch nicht so vielen oder schon etwas mehr oder ganz vielen Jahre immer noch keine Erfahrung, wie Weihnachten weniger stressig wird – dann probieren Sie diese zehn Asanas*. Oder genau genommen sind es neun, und zu Beginn die Wechselatmung. Sehr schön zum Ruhigwerden. Probieren Sie’s aus! Selbst Yogaunerfahrene können mit der Wechselatmung nicht viel verkehrt machen und finden so vielleicht sogar einen sanften Einstieg. Pssst: Falls es Sie schon immer mal interessiert hat – Nummer Sechs ist eine meiner Lieblings-Asanas.

Der kleine Buddha im großen Adventskalender: Yoga bei Fräulein Ideenfinderin

Der Fräuleinflow für den Feiertagsmorgen*

Lassen Sie sich vom Atem durch diese Asanas begleiten. So fangen Sie den Zauber am Weihnachtsmorgen oder am Nikolaustag oder einfach an irgendeinem Dezembervormittag ein, bevor es richtig losgeht mit Oh du fröhliche:

 

• Starten Sie mit Cat/Cow (Katze/Kuh).

• Kommen Sie in Down Dog (Herabschauender Hund, Adho Mukha Svanasana).

• Bleiben Sie hier für fünf Atemzüge, nehmen Sie zu Beginn Ihren Hund auf eine Gassirunde mit und bewegen Sie sich nach Gefühl.

• Bringen Sie das rechte Bein nach vorn für einen Low Lunge (Ausfallschritt, Anjaneyasana).

• Bleiben Sie fünf Atemzüge.

• Kehren Sie kurz zurück in Cat/Cow.

• Bringen Sie das linke Bein nach vorn für den Low Lunge auf der andere Seite.

• Kommen Sie aufrecht auf die Knie und in Camel Pose (Kamel, Ustrasana).

• Öffnen Sie Herz und Brust für fünf Atemzüge.

• Kommen Sie aus dem Kamel in den liegenden Helden (Reclining Hero Pose, Supta Virasana).

• Zu viel? Kommen Sie in Child’s Pose (Stellung des Kindes, Balasana), fünf Atemzüge.

• (Wieder) in Rückenlage, platzieren Sie einen Block (oder ein dickes Buch) unter dem Kreuzbein, heben Sie die Hüfte und lassen Sie das gesamte Gewicht auf den Block sinken – so lange es sich gut anfühlt, gern ein paar Minuten. Lassen Sie den Kopf dabei gerade liegen, das Kinn etwas zur Brust.

• Entfernen Sie den Block, kommen Sie vorsichtig Wirbel für Wirbel auf die Matte und in Happy Baby (Glückliche Kindshaltung, Ananda Balasana), wieder für fünf Atemzüge.

• Stellen Sie die Füße auf der Matte ab, bringen Sie das rechte Bein über das linke und kommen Sie in diese sanfte Variante der halben Taube.

• Wechseln Sie die Seite.

• Wenn Sie mögen, kommen Sie jetzt noch in einen angenehmen Twist nach links und rechts – oder direkt in Corpse Pose (die Totenstellung, Savasana).

 

Der Flow für Fortgeschrittene*

Wer es etwas fordernder mag: Bitteschön. Mit lustigen Weihnachtsnamen für teils fortgeschrittene Asanas.

Und wenn Sie Yoga einfach nichts abgewinnen können oder es noch nie probiert haben: Auch fein. Jeder, wie er oder sie mag. Vielleicht mögen Sie ja nur ein paar ruhige, tiefe Atemzüge nehmen. Wenn Sie aber Lust haben, dann können Sie mich gern fragen, wie das so ist mit dem Yoga, und bei Gelegenheit erzähle ich mehr dazu. Oder sie besuchen eine Schnupperstunde, die so ziemlich jedes Yogastudio anbietet. Wovon es garantiert auch in Ihrer Nähe eins gibt. Trauen Sie sich. Überraschen Sie sich. Wohlfühlen geht auch jenseits der Gewohnheits-und-Komfortzone.

 

Feinen 6. Dezember mit gefülltem Stiefel wünscht

Ihr Fräulein

*Wichtig: keine Gewähr oder Haftung, bitte nur mit Yoga-Erfahrung oder unter Anleitung eines Yogalehrenden ausführen

Über die Autorin

Sandra Walzer ist Fräulein Walzer: freie Texterin, Konzeptionistin und Selbstmarkenexpertin. Und Brillenbloggerin. Und Fußballautorin. Ich schreibe privat seit etwa 30 Jahren, texte beruflich seit 1997 und bin selbstständig seit 2010.

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